Johannes Domenigs Werke können einen Anstoß dazu bilden, das schon Alltagsbekannte mit neuen Augen zu sehen , wenn die Stille des ersten Augenblicks der Kunstbetrachtung in die Länge gezogen wird , ein Versuch unternommen wird , die Zeit zu dehnen und die mentale Etikettierung möglichst lange hinauszuzögern. Formen und Farben der Dinge werden sodann in ästhetischen Kategorien betrachtet, das Was spielt zugunsten des Wie erst sekundär - in Fragen der mentalen Etikettierung – eine Rolle.

 

Kennzeichen von dieser Kunst von Johannes Domenig ist die Wahl von Objet-trouvés aus dem Fluss der Zeit , ihr nüchtern feierliches  Arrangement zu einem neuen Ganzen , ihre beziehungsreichen Anspielungen zu u.a. religiösen Kontexten und letztendlich ihre Auratisierung durch die Einbindung in den Kunstkontext.

 

Kunst und Kult verschmelzen zu einer neuen Einheit, deren Ziel es ist, existenzielle Fragen in Phänomenen des Sichtbaren zu übertragen, als eine Möglichkeit, den Geheimnissen des Lebens auf den Grund zu gehen.

 

von Brigitte Reutner, Kunstmuseum LENTOS

 

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• Mag. Carl Aigner PDF

 

• diePresse Schaufenster Mai 2013

 

Johannes Domenig
looking for paradise