DIE KUNST DES RICHTIGEN AUSSCHNITTS

Eine Aktion mit Publikumsbeteiligung von Wolfgang Stifter

 

„Eigentlich ist nichts vor ihm sicher.“

Wolfgang Stifter, Jahrgang 1946, wuchs im künstlerischen Umfeld auf: im Atelier des Vaters in Ottensheim, Oberösterreich, wo er in jungen Jahren zeichnerisch und malerisch tätig wurde. Die teilweise großformatigen Kinderzeichnungen stellte Otto Mauer 1955 in der Galerie St. Stephan in Wien aus.

 

Die künstlerische Karriere nimmt daraufhin seinen Lauf. Wolfgang Stifter hört nie auf sich neu zu erfinden und gleichzeitig seinen Interessensgebieten treu zu bleiben. Einerseits spielt er mit Themen wie dem Mythos, Kosmos, der Philosophie und Geschichte. Dass er mit seinem ausgiebigen grafischen Zyklus zu den Höhlen von Lascaux andererseits Stellung zum Urzeitlichen und zum Beginn der Kunst nimmt, zeigt sich v.a. in den rezenteren Arbeiten. Besonderes Augenmerk legt der Maler und Grafiker auf die Auseinandersetzung mit fernöstlichen Bildtechniken und –auffassungen.

 

1991 wird der Künstler zum Rektor der Universität für Gestaltung in Linz gewählt, die er bis 2000 leitet. Heute unterrichtet er als Ordentlicher Universitätsprofessor. Der 2006 erschienen Werkmonographie „Arbeiten auf Leinwand“ folgt 2013 der 2. Band: „Wolfgang Stifter. Arbeiten auf Papier“. Texte von Carl Aigner, Peter Baum, Wolfgang Hilger, Jürgen Thaler und Brigitte Weingart geben Einblick in die prozessuale Kunst Stifters: „Anfangen ohne Anfang, Enden ohne Ende“

Grafische und zeichnerische Elemente finden in all seinen Werken Ausdruck, selbst wenn der Künstler den Mal- und Zeichenutensilien keine Grenzen setzt: „Eigentlich ist nichts vor ihm sicher.“ (Wolfgang Hilger) Mit dem Zyklus zur „Goldenen Adele“ nimmt Wolfgang Stifter auch Zeitgeschichtliches in seinen näheren Themenkomplex und setzt die Restitutionsthematik künstlerisch um.

 

 

 

Texte • Pressestimmen

 

profil 9. Dez. 2013

Salzburger Nachrichten 10. Jäh. 2014

Wolfgang Stifter
Arbeiten auf Papier