Wien 19.03.2013 - 26.04.2013

TEXTE • PRESSESTIMMEN

• Ausstellungstext 2013  DE/EN

• Wiener Zeitung 9. April 2013

 

 

Auszug aus Diaphane Stofflichkeit von Mag.a Lucia Täubler

 

Dass Antonella Zazzera, die Künstlerin aus Todi, Perugia, Kupferdraht verwendet um ihre sedimentierten Skulpturen zu schaffen, bezieht sich auf die traditionsreiche Geschichte des Materials. Denn die Italienerin schätzt Geschichte. Im Vordergrund ihrer Arbeiten steht dennoch die Natur, die Antonella Zazzera als instinktiv beschreibt; in den steinzeitlichen Höhlenmalereien sieht sie Vorbilder.

Neben der Historie und dem Material stellt sich v.a. ein Element in den Mittelpunkt: das Licht. Unter der Leitung von Mauro Salvi besann sich Antonella Zazzera  auf bestimmte Werte in der Kunst: Konzept, Licht, Raum. Ihre künstlerischen Arbeiten - Malerei, Fotografie, Skulptur, basieren auf dem Konzept des visuellen und empfindsamen Archetypus, der mit dem Sein identifiziert wird. Antonella Zazzeras aktuelle Arbeit stellt das Ergebnis eines Prozesses dar, der mit Fotografie seinen Anfang fand. Sie untersuchte den fotografischen Raum auf das zentrale Moment des Lichts. Licht unterstützt und nährt die Skulpturen, die in vielen Überlagerungen zu einem kompakten Körper, zu einer Form geworden sind. Licht absorbiert und wird in der Skulptur reflektiert – die Künstlerin arbeitet mit der Dynamik zwischen Licht und Schatten, die ihren Skulpturen immer wieder neue Ansichten verleiht. Mit dieser Methode bezieht sich Antonella Zazzera auf einen Altmeister in der italienischen Malerei: Caravaggio. Die Momenthaftigkeit des Lichts und die Hell-Dunkel-Modellierung sagen ihr besonders zu. Ganz allgemein, denkt die Künstlerin im Arbeitsprozess viel mehr an Malerei, als an Skulpturen. In ihren Gedanken geht sie die großen Meister des Lichts u.a. im Impressionismus bis hin zur Gegenwart durch.