Wien 19.09.2017 - 11.11.2017

Konrad Winter ist ein Experte des Tarnens und Enttarnens auf dem Gebiet der Malerei. Er bezeichnet seine Bilderzyklen denn auch als "Getarnte Landschaften", "Getarnte Städt", "Getarnte Alpen", "Getarnte Interieurs" oder "Getarnter Wohlstand". Seine "Tarn-Prozesse" erinnern dabei an die Vorgehensweise der Pointilisten oder an die computergestützten digitalen Visualisierungstechniken, die den Farb- und Motivraum aus einzelnen Farbpixeln entstehen lassen. Nur bedient sich Winter anstatt unzähliger Pixel geschlossener Farbflächen, die sich aus der Distanz betrachtet zu motivischen Inhaltsketten verdichten.

Zentraler Punkt im Schaffen von Konrad Winter ist dennoch stets die Malerei, und nicht das Motiv. Letzteres ist für den Künstler einfach als Transportmittel wichtig, um seine künstlerischen Aussagen in Bezug auf die Ambivalenz zwischen Farbe und Form, Abstraktion und Gegenständlichkeit, Materialität und Immaterialität zu setzen.

Die Konfrontation aus scheinbarer Abstraktion und ihrer Verwurzelung in einer alltäglichen, häufig simplen Szenografie, macht zweifellos einen Teil der Spannung aus, die wie eine Aura den Bilderkosmos von Konrad Winter umgibt"

 

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