Nature Cooperation

Johannes Domenig
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Galerie Frey Wien

Über DIE Ausstellung

Es scheint wohl unbestritten zu sein, dass das Umfeld, also der Lebensraum, in das Handeln der Menschen, in einen Arbeitsprozess einfließt und Spuren dessen hinterlässt.
In meinem Fall ist es die Naturnähe, konkret die Natur, dessen Thematik sich als roter Faden durch den Werkprozess zieht.

Das Material mit seinen Eigenschaften und Eigenheiten sollte als alleiniger Protagonist auftreten und die Inhaltlichkeit dominieren.
Die Polarität der Substanzen, ihre Symbiose und ihr aufeinander prallendes Verschmelzen sind Programm.

Natur erscheint vorwiegend als streng geometrischer Ausschnitt, in viereckiger Formation oder kreisförmiger Ausstanzung, erhöht durch Vergoldung bzw.Versilberung oder erniedrigt durch spezifische Materialüberlagerungen und Intarsiaturen.
Die neue Serie „Nature Cooperation“ besteht aus Bildobjekten mit Steinintarsien in Plastik, deren Erscheinung homogen in Farbe und Oberflächenbeschaffenheit auszumachen ist, in ihrer Inhaltlichkeit jedoch zwei differierende Welten aufeinandertreffen...die Zivilisatorische wider die Natursubstanz.

Eine Harmonie im Schein...eine Dramaturgie in der Kooperation bezeichnend.

Zitat Johannes Domenig anläßlich der Ausstellung "Nature Cooperation"

über den Künstler

Johannes Domenigs Werke können einen Anstoß dazu bilden, das schon Alltagsbekannte mit neuen Augen zu sehen, wenn die Stille des ersten Augenblicks der Kunstbetrachtung in die Länge gezogen wird, ein Versuch unternommen wird , die Zeit zu dehnen und die mentale Etikettierung möglichst lange hinauszuzögern. Formen und Farben der Dinge werden sodann in ästhetischen Kategorien betrachtet, das Was spielt zugunsten des Wie erst sekundär - in Fragen der mentalen Etikettierung – eine Rolle.

Kennzeichen von dieser Kunst von Johannes Domenig ist die Wahl von Objet-trouvés aus dem Fluss der Zeit , ihr nüchtern feierliches  Arrangement zu einem neuen Ganzen, ihre beziehungsreichen Anspielungen zu u.a. religiösen Kontexten und letztendlich ihre Auratisierung durch die Einbindung in den Kunstkontext.

Kunst und Kult verschmelzen zu einer neuen Einheit, deren Ziel es ist, existenzielle Fragen in Phänomenen des Sichtbaren zu übertragen, als eine Möglichkeit, den Geheimnissen des Lebens auf den Grund zu gehen.

von Brigitte Reutner, Kunstmuseum LENTOS

PRESSESTIMMEN

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